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heute ist der 09.12.2018  letzte Änderung am 07.12.2018 

Aktuelles

Zentrales Deutschsprachiges Endokarditisnetzwerk (ZEN)

Die infektiöse Endokarditis ist weiterhin, auch mehr als 100 Jahre nach ihrer initialen  Beschreibung durch Sir William Osler, eine schwere und potentiell lebensbedrohliche Erkrankung. Das mittlere diagnostische Fenster in Deutschland beträgt nach wie vor mehr als 30 Tage und die Letalität liegt bei 18%. Die Erkrankung ist zudem relativ selten – es treten pro Jahr etwa 30 Fälle pro 1.000.000 Einwohner auf – was die Erforschung dieser Erkrankung zusätzlich erschwert.

Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Notwendigkeit gegeben, die vorhandene Kompetenz und das vorhandene Potential in Deutschland in einem multizentrischen Ansatz zu bündeln. Die Arbeitsgemeinschaft für Endokarditis der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie, die bereits in anderen Projekten zur infektiösen Endokarditis eng mit verschiedenen interdisziplinären Fachgesellschaften kooperiert, hat daher in gemeinsamer Initiative mit der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der Arbeitsgemeinschaft leitender kardiologischer Krankenhausärzte (ALKK) die Gründung eines interdisziplinären, deutschsprachigen Kompetenznetzwerks zur klinischen Erforschung der infektiösen Endokarditis angeregt.

Es handelt sich um ein prospektives, multizentrisches Register (Zentrales Endokarditisnetzwerk, ZEN) zur infektiösen Endokarditis, in das bereits Ende 2004 die ersten Patienten eingeschlossen wurden. Kernpunkte des Registers sind einerseits die konsequente Integration der Klinik, der Mikrobiologie und der Molekularbiologie, sowie andererseits die prospektive Anlage von Keim- und Serumbanken für prospektive Fragestellungen.

Ein weiterer, wesentlicher Aspekt des Registers besteht darin, die Kompatibilität zu der „International Collaboration of Endocarditis“ (ICE) zu gewährleisten. Bei ICE handelt es sich um eine internationale Initiative mit bisher über 2000 eingeschlossenen Patienten aus über 40 Zentren in 6 Kontinenten. Die ZEN-Studienkoordinatoren haben sich mit den ICE-Organisatoren auf eine enge Kooperation und einen gegenseitigen Datenaustausch geeinigt. 
 
Die primäre Fragestellung des Registers wird sich zunächst auf die Versorgungssituation in Deutschland beziehen. Weitere Fragestellungen beschäftigen sich mit der Diagnosestellung, prognostischen Faktoren und dem geeigneten therapeutischen Vorgehen. Jedes teilnehmende Zentrum ist dabei berechtigt, Fragestellungen zu formulieren, für die dann der gesamte zentrale Datenpool zur Verfügung steht.

Ansprechpartner
Koordinator Klinik
Dr. med. Christoph K. Naber
Klinik für Kardiologie
Westdeutsches Herzzentrum Essen
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45122 Essen
Tel.: 0201 / 723 485 0, -480 6
Fax: 0201 / 723 548 0
E-Mail: christoph.naber@uni-essen.de

Koordinator Mikrobiologie
Prof. Dr. med. Christof von Eiff
Institut für Medizinische Mikrobiologie
Universitätsklinikum Münster
Domagkstr. 10
48149 Münster
Tel: 0251 / 835 235 3
Fax: 0251 / 835 535 0
E-Mail: eiffc@uni-muenster.de


 

Aktuelles
Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Bedeutung von I veröffentlicht
Das NAK hat nunmehr Empfehlungen zur Vermittlung der Umsetzung der neuen Bedeutung von I veröffentlicht....
vom 07.12.2018

Professor Tobias Welte ist neuer Präsident der PEG
Im Rahmen der 26. Jahrestagung in Wien hat die Mitgliederversammlung der PEG am 5. Oktober 2018 einen neuen Vorstand gewählt.
vom 09.10.2018

Wolfgang-Stille-Preis für Forschergruppe der Charité
Der mit 10.000,- Euro dotierte Wolfgang-Stille-Preis (Wissenschaftspreis) der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) wird in diesem Jahr an eine Arbeitsgruppe der Charité Universitätsmedizin Berlin mit herausragenden Ergebnissen verliehen.
vom 14.09.2018

Antibiotika-Resistenzbestimmung
Das European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) hat die Kategorien S (bisher "sensibel") und I (bisher "intermediär") zur Bewertung der Ergebnisse von Resistenztestungen neu definiert.
vom 14.09.2018

Zum Tod von Georg Peters
Am 8. August 2018 ist Prof. Dr. med. Georg Peters plötzlich und unerwartet verstorben.
vom 17.08.2018

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Gestern erreichte uns die traurige Nachricht, dass Georg Peters bei einer Bergwanderung tödlich verunglückt ist...
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vom 18.07.2018

Nachricht aus dem Robert Koch-Institut
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung, Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV zu impfen....
vom 28.06.2018