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heute ist der 09.12.2018  letzte Änderung am 07.12.2018 

Aktuelles

Offene Fragen zu den Anti-Influenza Medikamenten Oseltamivir und Zanamivir

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat den Nutzen von Oseltamivir und Zanamivir in der Prophylaxe und Therapie der der Virusgrippe (Influenza) im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit (Cochrane Review) untersucht. Das Vorhaben wurde vom Health Technology Assessment Programm des National Institute for Health Research, einer Einrichtung des britischen Ministeriums für Gesundheit, finanziert. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in der Zeitschrift The Cochrane Library veröffentlicht.

Das Team um den Epidemiologen Dr. Tom Jefferson beabsichtigte zunächst, die klinischen Dossiers, die im Rahmen der Zulassungsverfahren in Europa, den USA und Japan erstellt wurden, zu sichten. GlaxoSmithKline (GSK) bot an, den Autoren die individuellen Patientendaten zur Verfügung zu stellen und beantwortete die an sie adressierten Fragen, während  Roche dazu auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht bereit war. Aus diesem Grund entschieden sich sich die Autoren gegen die Durchführung einer Metaanalyse auf der Basis individueller Patientendaten. Stattdessen wurden der Effekt der NHI auf die Infektionssymptomatik und Hospitalisierung von Patienten mit Influenza-Symptomatik auf der Basis der bereits ausgewerteten Ergebnisdaten untersucht. Insgesamt wurden 25 Studien (15 Oseltamivir- und 10 Zanamivir-Studien) gesichtet.

Die Analyse der Autoren deckt sich mit den konservativen Schlussfolgerungen der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA, dass sich die Wirkung der beiden Substanzen auf die Prophylaxe und Therapie von Patienten mit Influenza-Symptomatik beschränkt. Effekte wie die Vermeidung der Übertragung des Virus von Patient zu Patient oder der Entwicklung einer Pneumonie konnten nicht gezeigt werden. Die Analyse offenbarte auch Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung der beiden Arzneimittel. Bei Oseltamivir sind dies Übelkeit und Erbrechen und bei Zanamivir vermutlich Asthma. Die FDA stuft das Leistungsvermögen (Performance) der beiden Medikamente insgesamt als „gering“ ein. Weitergehende Aussagen können zum jetzigen Zeitpunkt wegen fehlender Daten nicht gemacht werden./ed

Abstract der Studie in The Cochrane Library

Aktuelles
Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Bedeutung von I veröffentlicht
Das NAK hat nunmehr Empfehlungen zur Vermittlung der Umsetzung der neuen Bedeutung von I veröffentlicht....
vom 07.12.2018

Professor Tobias Welte ist neuer Präsident der PEG
Im Rahmen der 26. Jahrestagung in Wien hat die Mitgliederversammlung der PEG am 5. Oktober 2018 einen neuen Vorstand gewählt.
vom 09.10.2018

Wolfgang-Stille-Preis für Forschergruppe der Charité
Der mit 10.000,- Euro dotierte Wolfgang-Stille-Preis (Wissenschaftspreis) der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) wird in diesem Jahr an eine Arbeitsgruppe der Charité Universitätsmedizin Berlin mit herausragenden Ergebnissen verliehen.
vom 14.09.2018

Antibiotika-Resistenzbestimmung
Das European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) hat die Kategorien S (bisher "sensibel") und I (bisher "intermediär") zur Bewertung der Ergebnisse von Resistenztestungen neu definiert.
vom 14.09.2018

Zum Tod von Georg Peters
Am 8. August 2018 ist Prof. Dr. med. Georg Peters plötzlich und unerwartet verstorben.
vom 17.08.2018

Die PEG trauert um Professor Georg Peters
Gestern erreichte uns die traurige Nachricht, dass Georg Peters bei einer Bergwanderung tödlich verunglückt ist...
vom 10.08.2018

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vom 18.07.2018

Nachricht aus dem Robert Koch-Institut
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung, Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV zu impfen....
vom 28.06.2018