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Aktuelles

Wissenschaftler der TU Dresden entwickeln präbiotische Lebensmittel

Dresden – Die Modifikation des Präbiotikums Inulin hat positive Auswirkungen auf die Darmflora. Darauf weisen Lebensmittelchemiker der TU Dresden in einer Publikation im Journal of Texture Studies hin (2006; 37 (2): 113-155).

Im menschlichen Darm konkurrieren zahlreiche Mikroorganismen. Durch unsere Nahrung können wir die Konkurrenz zugunsten erwünschter Darmbewohner beeinflussen. Forschungen haben nach Angaben der Dresdener Wissenschaftler gezeigt, dass das Kohlenhydrat Inulin gesundheitsfördernden Einfluss auf die Darmflora hat. Es fördere das Wachstum Milchsäure produzierender Bakterien. Das Fructosepolymer Inulin kommt in der Natur in Zichorienwurzeln, Schwarzwurzeln und der Pflanze Topinambur vor. Bisher fand es in der Lebensmittelindustrie Verwendung, um probiotischen Keimen in feindlichem Milieu eine Lebensgrundlage zu bieten.

Inulin ist mit einer Kettenlänge von bis zu 100 Molekülen zu lang. Die Zeit der Darmdurchwanderung reicht nicht aus, damit die Bakterien das Inulin in verwertbare Molekülgrößen zerlegen können. Deshalb entwickelte die Wissenschaftler eine Methode, den Mikroorganismen verwertbares Inulin anzubieten. Enzyme aus Pilzen und Bakterien teilen das Inulin auf eine physiologisch günstige Länge von drei bis zehn Molekülen. Diese könne die Mikroorganismen im Darm deutlich effizienter verwerten.

Die Arbeitsgruppe von Henle beobachtete auch Veränderungen von Inulin während des Backvorgangs. Durch das Erhitzen entstanden chemische Verbindungen, die sich weitaus positiver auf die Darmflora auswirken können als der Ausgangsstoff selbst. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich die Mikroorganismen im menschlichen Darm im Laufe der Evolution an die Verarbeitung erhitzter Speisen angepasst haben. Als Resultat dieser Symbiose könne der menschliche Körper  spezifische Reaktionsprodukte besser nutzen, die beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen.

Jetzt versuchen die Wissenschaftler, die Bioaktivität des Inulins durch optimierte Backprozesse gezielt zu verbessern. Anschließend soll es als Zusatzstoff von trocken gebackenen Lebensmitteln Verwendung finden und deren ernährungsphysiologischen Wert erhöhen. „Sogar der Genuss von Keksen könnte auf diese Weise gesundheitsfördernd sein“, vermuten die Wissenschaftler.

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Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 30. Juni 2006

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